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Das Arashi Crocodiles Team gratuliert allen Olympiateilnehmern und Gewinnern!
 zum sensationellen Abschneiden bei den Olympischen Spielen in Athen



v.l.n.r.: Julia Matjass (Bronze), Olympiasiegerin Yvonne Böhnisch, Michael Jurack (Bronze), Annett Böhm (Bronze)

 

Judo eine neue Trendsportart?

nach dem tollen Auftritt der gesamten Olympiamannschaft im ZDF zusammen
mit Johannes B. Kerner war der Judosport in aller Munde


 

ATHENS 2004
14/08/2004 Bronze MATIJASS Julia Women 48 Kg
16/08/2004 Gold BOENISCH Yvonne
Women 57 Kg
18/08/2004 Bronze BOEHM Annett
Women 70 Kg
19/08/2004 Bronze JURACK Michael
Men 100 Kg

 


Michael Jurack, Movlud Miraliyev
Michael Jurack (l.) gegen Movlud Miraliyev reuters
Per Haltegriff zu Bronze

Judoka Michael Jurack sichert sich im
"kleinen Finale" olympisches Edelmetall


Halbschwergewichtler Michael Jurack hat beim olympischen Judo-Turnier in Athen die Bronzemedaille gewonnen. Der WM-Siebte vom deutschen Meister TSV Abensberg besiegte im kleinen Finale den Aserbaidschaner Mowlud Miralejew durch vier Yuko und holte damit bereits die vierte deutsche Judo-Medaille in Athen.


 
Yvonne Bönisch holt erstes
Gold für Deutschland


Yvonne Bönisch
"Nochmal Vize wollte
ich nicht werden"



Yvonne Bönisch ist auf der Judo-Matte der goldene Wurf gelungen. Die 23-Jährige aus Potsdam gewann am Montag das Finale der Kategorie bis 57 kg gegen die Nordkoreanerin Kye Sun Hui. Bönisch holte damit den ersten Sieg für die deutsche Mannschaft bei den Olympischen Spielen in Athen.

ap

 Fassungslos stand Yvonne Bönisch auf der Matte des goldenen Triumphes, und ihr Trainer Norbert Littkopf tanzte dazu. Das Judo-Leichtgewicht aus Potsdam schaffte gegen die turmhohe Favoritin Sun Hui Kye (Nordkorea) den Überraschungscoup. "Ich konnte einfach nicht fassen, dass der Kampf zu Ende war und ich gewonnen hatte. Ich war so fertig", schilderte Bönisch das Ende eines dramatischen Kampfes, in dem die kleinstmögliche Judowertung Koka den Ausschlag zu Gunsten der Außenseiterin gab.

Viertes Gold für deutsche Judoka
Für die deutschen Judoka war es das vierte Gold nach Dietmar Lorentz (1980), Frank Wienecke (1984) und Udo Quellmalz (1996). Olympiasieger in der 73-kg-Klasse der Männer wurde Won Hee Lee (Südkorea). Die schon dreimal in Athen siegreichen Japaner gingen leer aus.

"Ich war EM- und WM-Zweite, nochmal Vize wollte ich wirklich nicht werden, habe ich vor dem Finale gedacht", sagte Bönisch, die gerade an Kye sehr schlechte Erinnnerungen hatte. Im WM-Finale 2003 unterlag sie der Atlanta-Olympiasiegerin, weil sie sich eine Minute vor Kampfende den Ellbogen auskugelte. Bänderriss inklusive. "Natürlich hatte ich Angst, aber ich wollte aggressiv sein und habe dann einfach nicht mehr daran gedacht. Ich bin für eine Medaille nach Athen gekommen. Alles hat perfekt geklappt."

Matijass holt Bronze
Die drahtige Blondine aus Ludwigsfelde südlich von Berlin erkämpfte die 29. Olympiamedaille für deutsche Judoka und die zweite in Athen. Zuvor gewann Extraleichtgewichtlerin Julia Matijass (Osnabrück) bereits Bronze. Außerdem haben in Johanna Hagen (1996) und Anna-Maria Gradante (2000/jeweils Bronze) erst weitere zwei deutsche Kämpferinnen olympisches Edelmetall in ihren Besitz gebracht. "Der größte Tag in meiner Trainerkarriere", jubelte auch Bundestrainer Norbert Littkopf. Für den Coach war es ein verspätetes Geschenk zum 60. Geburtstag, den er kürzlich feierte.

Bereits in der Vorrunde hatte sich die ehemalige BWL-Studentin ("Im Moment konzentriere ich mich ausschließlich auf Judo. Das Studium werde ich wohl nicht wieder aufnehmen.") in bestechender Form präsentiert. Sie besiegte nacheinander Spaniens Sydney-Olympiasiegerin Isabel Fernandes, Jessica Garcia (Puerto Rico) und die japanische WM-Dritte Kye Kusabake. "Yvonne hat mich beeindruckt", lobte Littkopf schon zu diesem Zeitpunkt und warnte zugleich vor der Halbfinal-Kontrahentin Deborah Gravenstejn (Niederlande).

"Gegen die hat Yvonne zuletzt immer verloren. Das wird eine enge Kiste." Wurde es aber ganz und gar nicht. Nach einer einminütigen Phase des Abtastens nutzte die Deutsche den ersten richtigen Angriff der Nordkoreanerin zum entscheidenden Konter nach exakt 101 Sekunden. Der Rest war riesiger Jubel im deutschen Team, das vollzählig zur Siegerehrung die bekannte Jubelwelle aufführte.